Wandern in Engadin St. Moritz

Berge so weit das Auge reicht

In und um St. Moritz erschliessen komfortable Bergbahnen drei 3'000er: den Piz Nair, den Corvatsch und die Diavolezza. Dazu den St. Moritzer Hausberg Corviglia und den Aussichtsberg Muottas Muragl. Doch auch im Tal gibt es genügend spannende Wandermöglichkeiten.

St. Moritzer Gäste kommen direkt vom Dorfzentrum mit der Chantarellabahn oder von St. Moritz Bad mit der Luftseilbahn Signal auf den St. Moritzer Hausberg Corviglia. Von der Corviglia-Bergstation aus führt die Luftseilbahn Piz Nair auf den gleichnamigen Berg (3'057 m ü. M.). Die Sicht auf St. Moritz, die Oberengadiner Seenregion und die Bergwelt ist vom Panoramarestaurant einfach spitze. Während der Fahrt zum Piz Nair eröffnet sich übrigens der Blick auf den steilsten Skiabfahrtsstart der Welt: den "freien Fall". Aber wir sind ja nicht zum Skifahren da: Wandermöglichkeiten gibt es auf Corviglia/Piz Nair mehr als genug. Werfen Sie dazu einen Blick auf die interaktive Wanderkarte.

Muottas Muragl, Diavolezza und Corvatsch

Weitere Wanderwege und einfach fantastische - nicht gerne benutzen wir das Wort, aber hier ist es wirklich angebracht - Aussichten gibt es auf Muottas Muragl und Diavolezza. Die altehrwürdige Muottas-Muragl-Bahn klettert auf 2'453 m ü. M. hinauf - von wo Gäste den besten Blick auf die Oberengadiner Seenregion haben. Nicht von ungefähr haben hier viele berühmte Dichter, Philosophen und Maler Inspiration gefunden. Fast wären wir versucht zu sagen: Wenn im Engadin ein Bollywood-Film gedreht werden würde, die beiden Hauptdarsteller würden sich in der Abschlussszene auf Muottas Muragl küssen. Oder auch auf Diavolezza mit Blick auf das Berninamassiv und das ewige Eis des Morteratschgletschers. Diavolezzas Szenerie mit acht Gipfeln um die Viertausendermarke ist hochalpin. Ein Augenschmaus für Naturliebhaber und ein Hotspot für Kletterer und Hochgebirgsgänger. Szenenwechsel. Der höchste Punkt, den man praktisch mit den Pantoffeln an den Füssen im Oberengadin erreichen kann, ist die Corvatsch-Bergstation auf 3303 m ü. M. Von hier aus haben Gäste einen imposanten Blick auf Gletscher und Seen, die erwandert werden wollen. Sie sehen: Wanderern wird's im Oberengadin garantiert nicht langweilig.

Muottas Muragl
Von Muottas Muragl aus hat man den schönsten Blick auf die Oberengadiner Seenregion. Die Muottas-Muragl-Bahn klettert bis auf 2'453 m ü. M. hinauf.

Bergsteigen

In luftigen Höhen

Engadin St. Moritz ist ein Paradies für Alpinisten, für erfahrene genauso wie für weniger routinierte. Kaum ist der Winter zu Ende, geht die Sommer-Tourensaison los. Die hochalpinen Verhältnisse begleiten Bergsteiger bis in den Oktober hinein.

Schon von weitem glitzern die markanten Bergspitzen der Berninagruppe. Über allen thront der Piz Bernina, mit seinen 4'049 m der höchste Gipfel der Ostalpen. Fast noch berühmter als seine überragende Spitze ist der Schnee- und Eiskamm Biancograt, die sogenannte Himmelsleiter, die zum Gipfel führt.

Genauso markant zeigen sich die drei Pfeiler des Piz Palü mit ihren Hängegletschern. Schon früher zog das Bernina-Massiv Bergsteiger und Abenteurer an – am 13. September 1850 erreichten Johann Coaz, Jon und Lorenz Ragut Tscharner als erste Seilschaft den Gipfel des Piz Bernina. Seither gelten die majestätischen Engadiner Eis- und Schneeberge als Anziehungspunkt und Ziel eines jeden Bergsteigers. 

Wer hoch hinaus möchte, jedoch statt Eis und Schnee festen Boden bevorzugt und statt mit Steigeisen und Eispickel lieber mit Bergschuhen und Stöcken unterwegs ist, hat die Wahl zwischen attraktiven weiss-blau-weiss markierten alpinen Routen. Für Kletterer bieten die Klettersteige La Resgia und Piz Trovat, der Hochseilgarten bei Pontresina sowie die 17 Klettergärten in Engadin St. Moritz einige Herausforderungen - nicht nur für geübte Kletterer, sondern auch für Einsteiger und Familien.

Weitere Informationen über Klettern und Bergsteigen finden Sie auf der Webseite von Engadin St. Moritz.

Bergsteigen in Engadin St. Moritz
Das Bernina-Massiv zieht schon seit jeher Bergsteiger und Abenteurer an.