Schweizerischer Nationalpark

Ruf der Wildnis

Unglaublich, aber wahr: Am östlichsten Zipfel der Schweiz gibt die Pflanzen- und Tierwelt den Ton an. Als sei die Zeit stehengeblieben. Unberührte Natur, fernab der Zivilisation. 

"Es gibt keine grössere Freude, als einen endlosen Horizont zu haben", stellte der Kult-Aussteiger Chris McCandless fest und zog los, um in der Wildnis von Alaska sich selbst zu finden. Er bezahlte seinen Traum nach Freiheit leider mit dem Leben und wurde posthum weltbekannt. Seine Geschichte bewegte. Und weckte bei vielen Leuten den Wunsch, die Schönheit der Wildnis zu entdecken. 

30 Minuten von St. Moritz wird's wild

Als Gast in St. Moritz brauchen Sie dafür nicht extra nach Alaska zu fliegen. Das Wildnis-Erlebnis liegt hier praktisch vor der Haustür. 30 Autominuten um genau zu sein. Der Schweizerische Nationalpark bei Zernez ist ein Naturreservat. Das heisst: Er ist komplett vor menschlichen Einflüssen und Eingriffen geschützt. Die gesamte Pflanzen- und Tierwelt bleibt ihrer natürlichen Entwicklung überlassen. Unberührte Natur auf einer Fläche von 170 Quadratkilometern.

Seit über 100 Jahren 

Seit 1914 ist das Gebiet geschützt. Heute können mehrere Tausend Tier- und Pflanzenarten beobachtet und bewundert werden - vom Löwenzahn und der Bergföhre über den Bartgeier bis hin zu Murmeltieren. 2005 hat sich sogar wieder ein Braunbär blicken lassen. Wer die Gegend auf einer geführten Wanderung erkunden möchte, meldet sich einfach beim Besucherzentrum des Nationalparks in Zernez. Die Wanderleiter kennen nicht nur den Weg, sondern auch viele Geschichten rund um Pflanzen und Tiere.

Schweizerischer Nationalpark
Seit 1914 ist das Gebiet im Schweizerischen Nationalpark geschützt. Heute können hier mehrere Tausend Tier- und Pflanzenarten beobachtet und bewundert werden.