«St. Moritz macht Un Sinn» ist eröffnet

«Hier wollen wir die hohe Kunst des Unsinns feiern, welche mit Geist, Kreativität und joie de vivre Verwandtschaft hat.» Mit diesen Worten hat Rolf Sachs am 7. Juli die Kunstinstallation «St. Moritz macht Unsinn» von C. W. Mann auf der Terrasse des Carlton Hotels eröffnet.

Die Installation aus 40 Fahnen, die vom 7. Juli bis 7. September 2017 über den Dächern und Gipfeln von St. Moritz zu sehen ist, verbindet 25 Orte zu einem sprachkünstlerischen Parcours. Aber sie will noch mehr: nämlich Einheimische und Gäste dazu animieren, «Un Sinn» zu treiben. Denn wie Rolf Sachs treffend an der Eröffnung der Installation auf den Punkt brachte: «In St. Moritz hat Unsinn Tradition.»


An der St. Moritz Tourist Information sind 500 «Mitmach-Fahnen» zum Preis von 100 Franken erhältlich. Das Ziel: Möglichst viele St. Moritzer und Gäste sollen zum 1. August eine «St. Moritz macht Un Sinn»-Fahne auf ihrem Mast, Balkon, Auto, etc. hissen. Das kreativste «Unsinn-Foto», das dabei auf Instagram mit dem Hashtag #StMoritzUnsinn gepostet wird, gewinnt eine signierte «Un-Sinn-Fahne» im Geschenkkarton, überreicht von C.W. Mann und Schirmherr Rolf Sachs im St. Moritzer Olympiastadion. Deadline für die Einreichungen ist der 15. August 2017. 

 

«Raumsätze» nennt C. W. Mann ihre Gemälde aus Worten und Satzfragmenten, die sie in weisser, naiv geschwungener Schrift auf monochromer quadratischer Leinwand platziert. Die Berliner Künstlerin lässt durch sprachliche Verknappungen und ungewohnte Rhythmisierungen Sprachbilder entstehen, die sich als Essenz von Geschichten lesen lassen. Spielerisch kommentiert entlarvt sie alltägliche Situationen und überführt diese in feinsinnig komische Poesie.


Für die temporäre Installation ihrer «Raumsätze» im öffentlichen Raum, «Raumbesatzungen» genannt, nutzt C. W. Mann Fahnen als Bildträger und wandelt somit ein Medium für Information und (nationale) Besitzstandsanzeige in künstlerisches Mittel. Mit «St. Moritz macht Un Sinn» kehrt C. W. Mann in ihre Heimat Schweiz zurück. «Wir freuen uns sehr, dass C. W. Mann den Engadiner Raum besatzt und sommerlich frischen Wind nach St. Moritz bringt», sagt St. Moritz-Freund Rolf Sachs, Schirmherr der Installation. «Der Lebenssinn im Un-Sinn, ein poetischer Gedanke!»


Die «Raumbesatzung» in Oberengadin ist die erste in diesem Umfang und Format. Sie entstand in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Kulturförderungen und Partnern vor Ort. Bespielt werden darüber hinaus existierende Fahnenmasten an öffentlichen Plätzen des Orts, wie vor dem Segantini Museum oder am St. Moritzersee. «St. Moritz macht Un Sinn» ist am 7. Juli 2017 durch eine Choreographie von Fahnenschwingern zu jazziger Alphornmusik von Mike Maurer und einer Einführung durch Rolf Sachs auf der Terasse des Carlton Hotels offiziell eröffnet worden.


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