Olympische Winterspiele St. Moritz 1928 und 1948

Olympische Spiele machten St. Moritz weltberühmt

St. Moritz gilt als Wiege des Wintertourismus in den Bergen und des modernen Wintersports. Kein Wunder fanden hier zwei Olympische Winterspiele statt. Sie waren für St. Moritz veritable Bekanntheits-Booster. 

St. Moritz gehört zusammen mit Lake Placid und Innsbruck zum exklusiven Kreis jener Orte, die zwei Mal Olympische Winterspiele beherbergt haben. Für St. Moritz und das Engadin waren diese Spiele – in der Wirtschaftskrise Ende der 20er-Jahre bzw. drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg – von ganz grosser Bedeutung. Die "Grossanlässe" waren damals zwar ungleich kleiner und überblickbarer als heute, machten den Namen St. Moritz aber auf der ganzen Welt bekannt als Olympischen Ort in einem wunderschönen Hochtal auf dem Dach Europas.

Die Spiele 1928 waren die ersten offiziellen Olympischen Winterspiele überhaupt – der «Probelauf» in Chamonix (1924) erhielt diesen Status erst im Nachhinein. 1948 waren die Spiele trotz Wetterkapriolen ein Erfolg auf der ganzen Linie. Schliesslich hatten viele Sportler ihr Land infolge des Krieges schon lange nicht mehr oder sogar noch nie verlassen, geschweige denn sich in einem internationalen Wettkampf gemessen. In St. Moritz fand somit gewissermassen ein Neubeginn statt, und dies nicht nur für die Sportler, sondern für die ganze Welt.

Heute zeugt vor allem das damalige Olympiastadion von diesem Erbe. Das seit zwei Jahrzehnten nicht mehr genutzte Gebäude hat der Möbeldesigner Rolf Sachs, ein mit St. Moritz eng verbundener Sport- und Kulturfreund, restaurieren lassen und zu seinem Wohnhaus gemacht. Andere Olympische Stätten sind der Olympia Bobrun St. Moritz-Celerina und der Olympia-Stein zur Erinnerung an die Durchführung der Olympischen Winterspiele 1928 und 1948 im St. Moritzer Kurpark. 

Olympiastadion St. Moritz
Das Olympiastadion von 1928 und 1948 zeugt heute noch von den Olympischen Winterspielen in St. Moritz.
Olympische Winterspiele St. Moritz 1948
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